Tutorial

Was ist Exif?

Wie können die Bild-Metadaten genutzt und ausgelesen werden?

Was ist Exif? Foto: xyfoto.de
12.04.2015

Exif ist ein Standardformat, mit dem Metadaten von digitalen Bildern abgespeichert werden können. Obwohl dieser Begriff vielen Anfängern nicht geläufig sein wird, handelt es sich um ein sehr nützliches und dennoch unkompliziertes Utensil in der digitalen Fotografie, das gerade für Anfänger einen großen Nutzen hat. Exif ist die Abkürzung für Exchangeable Image File.

Beinahe alle Kamera-Hersteller unterstützen das Format und speichern es bei jeder Aufnahme automatisch ab. Dabei werden die Exif Daten direkt in die Bildformate TIFF oder JPEG geschrieben. 

 

Was sind Exif Daten?

Hinter dem einschüchternden Namen steckt ein ganz einfaches Prinzip. Bei EXIF Daten handelt es sich um die Aufnahmeparameter, mit denen das Bild geschossen wird. So beinhalten Fotos nicht nur die komprimierten Bilddaten selbst, sondern auch Angaben zu den Umständen, unter denen sie gemacht wurden.

Das deckt zum Beispiel die Einstellung der Blende, die Belichtungszeit und den ISO Wert sowie viele weitere Werte. Wie viele Angaben tatsächlich abgespeichert werden, hängt vom Kameramodell und vom Hersteller ab.

EXIF wurde von der Japan Electronic and Information Technology Industries Association entwickelt. Seit der Version 2.1 ist dieser japanische Standard aber auch Teil der DCF Spezifikation.

Dabei handelt es sich um ein Geräte übergreifendes, herstellerunabhängiges Dateisystem, bei dem Bilddateien immer nach dem gleichen Schema abgespeichert werden. Das erleichtert die Vergleichbarkeit und natürlich die Weiterverarbeitung mit entsprechenden Programmen. 

 

Wozu sind Exif Daten nützlich?

Exif Daten geben dem Fotografen die Möglichkeit verschiedene Bilder miteinander zu vergleichen und die eigenen Fertigkeiten in Hinblick auf manuelle Einstellungen zu verbessern.

Ein gut geratenes Bild lässt sich so mit einer schlechten Aufnahme bei etwa gleichen Lichtverhältnissen gegenüberstellen. Die detaillierten Exif Daten geben nun darüber Auskunft, welche Einstellungen unterschiedlich waren, sodass man beim nächsten Mal weiß, ob man etwas an der Belichtungszeit, der Blende oder anderen Einstellungen verändern muss.

Für Einsteiger und ambitionierte Hobbyfotografen sind Exif-Daten also ein tolles Werkzeug, um dazuzulernen, die eigenen Fähigkeiten zu verbessern und mit den Möglichkeiten herum zu experimentieren.

Besonders dann, wenn man keine Idee hat, wieso ein Foto missraten ist, kann der Blick in die Exif Daten für eine Erleuchtung sorgen. Bei einigen Herstellern sind die Angaben so ausführlich, dass sich nahezu alle Werte miteinander vergleichen lassen.

So werden zum Beispiel auch Farbraum und Farbtiefe, die Art des Objektivs, der Messmodus und die verwendete Firmware angegeben. Wie nützlich Exif Daten tatsächlich sind, hängt eben auch davon ab, wie viele Werte vom Hersteller abgespeichert werden. Die wichtigen Werte, wie Blende und Belichtungszeit, sind aber bei den meisten Modellen verfügbar.

Übrigens werden Exif Daten auch im Autofokus abgespeichert. Das bedeutet, dass auch Werte in Erfahrung gebracht werden können, die man nicht selber eingestellt hat. 

 

Wie kann man auf Exif Daten zugreifen und auslesen? 

Da sich JPEG und TIFF Formate, die mit Exif Daten angereichert sind auf den ersten Blick kaum von normalen JPEG und TIFF Bildern unterscheiden, wurden sie lange Zeit von Bildbearbeitungsprogrammen ignoriert, was wohl auch zu dem geringen Bekanntheitsgrad der Exif Daten geführt hat.

EXIF Bild-Metadaten Foto: © "xyfoto.de"

Mittlerweile zeigen die meisten Programme aber auch Exif Daten an. Je nach verwendeter Software kommt man auf unterschiedlichem Weg an die Informationen. Auf dem Computer abgespeicherte Bilder bieten Zugriff über einen Rechtsklick.

Anschließend klickt man auf "Eigenschaften". Unter Details befinden sich dann die Exif Daten. Darüber hinaus liefern die meisten Kamerahersteller eine passende Software mit, die in der Regel Exif Daten auslesen, auswerten und sogar exportieren kann.

Wer die Daten geordnet verwalten und zum Beispiel in einer Tabelle zum besseren Vergleich abspeichern möchte, kann auf zahlreiche Freeware Programme und Exif-Viewer zurückgreifen.

Viele Kameras erlauben außerdem die Option, die Exif Daten direkt auf dem Gerät abzurufen. Ist das entsprechende Foto noch auf der Kamera gespeichert, können die nötigen Informationen in der Regel über den "Info"-Knopf eingesehen werden.

 

Freeware: Exif-Viewer

Das Programm Exif-Viewer bietet schnellen Zugriff auf alle Bild-Metadaten. Zudem können hier nicht nur die Metadaten angezeigt, sondern auch schnell geändert werden.

Exif-Viewer, Download bei heise

EXIF Viewer Foto: © "xyfoto.de - Screenshot EXIF Viewer"

 

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