Testbericht

Sony Alpha 58 im Test

Eine solide DSLR-Mittelklassekamera zum günstigen Preis.

Sony Alpha 58 im Test Foto: Sony
17.01.2015

Sonys neue Alpha 58 ist eine solide DSLR-Mittelklassekamera, die in Sachen Ausstattung einiges zu bieten hat. Doch was gibt es über den Nachfolger der Alpha 37 sonst noch, und das im Detail, zu sagen?

Die Alpha 58 ist das Nachfolgemodell der Einsteigerkamera Alpha 37. Aus diesem Grund kann die 58 teilweise nicht ganz mit der älteren Alpha 57 mithalten, läuft ihrer Vorgängerin jedoch schnell den Rang ab.

Die Alpha 58 unter der Lupe

Auf den ersten Blick überzeugt Sonys neue Alpha 58 mit einem soliden, hochwertigen und griffigen Gehäuse, das stark mit dem der Alpha 57 vergleichbar ist. Demnach ließ Sony bei diesem Einsteiger endlich das kleine Gehäusemodell hinter sich, das in der Vergangenheit oft für Frust sorgte - vor allem bei Männern, die die Alpha 37 häufig als zu klein und zu zierlich bezeichneten.

Sony SLT-A58K SLR-Digitalkamera Foto: © "Sony"

Die Alpha 37 wurde jedoch ebenfalls oft kritisiert, und das von beiden Geschlechtern, weil sie vor allem bei etwas kniffligeren Fotografievorhaben und bei einer hohen Brennweite schwer ruhig zu halten war. Auch das hat bei der neuen Alpha 58 endlich ein Ende. 

Ebenfalls besser als beim Vorgänger kommt das Display daher. Das ist zwar mit 2,7 Zoll immer noch - im Vergleich mit der Konkurrenz oder der Alpha 57 - recht klein. Jedoch kann die Alpha 58 trotz einem kleinen Display mit 460.800 Bildpunkten mit einer besseren Bildschärfe punkten. Dafür, dass die Bilder (sowohl bei Videos als auch bei Fotos) mit der neuen Alpha 58 möglichst gut und scharf werden, sorgen nun aber auch 20 Megapixel und ein erstaunlich geringes Bildrauschen. Die Alpha 58 hat 15 schnelle Autofokus-Felder und es gelingen noch bis zu einem ISO Wert von 1600 absolut rauschfreie Bilder. 

Erst ab ISO 3200 macht sich jeweils mit ansteigendem ISO-Wert ein leichtes bis mittelstarkes Rauschen bemerkbar, das jedoch sehr stark von den Lichtverhältnissen abhängig ist. Bei Dunkelheit ist das Rauschen beispielsweise stärker zu sehen als bei Helligkeit, präsentiert sich aber dennoch sehr weich und wenig kantenreich. Dennoch sollte man nur bedingt auf den maximalen ISO-Wert 16.000 zurückgreifen, da dieser leider keine rauschfreien Ergebnisse liefert - selbst bei Helligkeit.

Zudem zeigt sich die geringe Preisklasse bei den Videos. Es gibt keine manuellen Belichtungs- und Toneinstellungen, sodass sich mit der 58 zwar (vor allem in Full-HD) gut aber nur mit vorgegebenen Einstellungen filmen lässt. Das kann man durch die lange Akkulaufzeit aber sogar fast 280 Minuten lang - jedoch pro Aufnahme auf eine halbe Stunde beschränkt. Fotos lassen sich mit einer Akkufüllung hingegen, je nach Einstellung, zwischen 530 und 1150 schießen. 

Starke Ausstattung und leichte Bedienung

Somit ist es Sony mit dem Nachfolger der deutlich pixelschwächeren Alpha 37 (diese hat 16 Megapixel) gelungen, einen Einsteiger auf den Markt zu bringen, der sich vorsichtig mit den kostspieligeren Modellen zu messen weiß. Außerdem bringt die Alpha 58 in Sachen Bilddynamik 9,7 frei einstellbare Blendenstufen mit, was für ein Einsteigermodell umfangreich ist und variable Ergebnisse in den verschiedensten Motivsituationen liefert.

Sony SLT-A58K SLR-Digitalkamera Foto: © "Sony"

Die Alpha 58 ist mit Direkttasten versehen, über die sich die zentralsten Einstellungen und das Menü aufrufen lassen. Zudem ist durch verschiedene Motivautomatiken eine einfache Bedienung auch für Laien oder die Nutzer gewährleistet, die sich nicht durch die manuellen Einstellungen kämpfen wollen.

Beste Beispiele hierfür sind die "Intelligente MA", die das Aufnahmeprogramm automatisch wählt oder die "Überlegene MA", die die Programmwahl mit der Serienbild-Unterstützung automatisch regelt. Außerdem sind automatische Programme für Porträts und Panoramen und elf unterschiedliche Effekt-Filter verfügbar, die alle sehr benutzerfreundlich angelegt sind.

Fazit

Mit der Alpha 58 hat Sony einen günstigen und guten DSLR-Einsteiger geschaffen, der mit einer hohen Auflösung, einem griffigen Gehäuse, einem schnellen Autofokus und geringem Bildrauschen nur wenige Wünsche offenlässt. Dafür sprechen auch die benutzerfreundliche Bedienung und der elektronische Sucher, der selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen für gute Bilder sorgt.

Datenblatt

BILD
Sensor-Typ CMOS
Maximale Auflösung 5.456 x 3.632 Pixel
Sensor-Größe 23.2 x 15.4 mm
Sensor-Reinigung
Bildstabilisator im Body
TYP
Kamera-Typ DSLR
OBJEKTIV
Objektiv-Fassung A-Mount
DISPLAY
Sucher elektr. Livesucher
Zweit-Display
Sucher Auflösung (Subpixel) 1.440.000
Display Auflösung (Subpixel) 460.800
Display-Größe 2,7 Zoll
FEATURES
GPS
Live-View
Wasserwaage
Display schwenkbar eine Achse
ISO
ISO maximal 16000
ISO minimal 100
VERSCHLUSS
Maximale Verschlusszeit 30 s
Minimale Verschlusszeit 1/40000 s
BLITZ
Kürzeste Blitzsynchronisierung 1/160 s
Blitz
SERIENBILD
Serienbild RAW 4,8 Bilder/s
Serienbild JPEG 4,8 Bilder/s
Serienbildfolge RAW 6 Bilder in Folge
Serienbildfolge JPEG 10 Bilder in Folge
VIDEO
Video Full HD
Internes Mikrofon Stereo
BILD
Effektive Pixel 19.8 Megapixel
FEATURES
Wlan
Schutz vor Staub und Spritzwasser
MASSE
Gewicht Body (Kamera ohne Objektiv) 570 Gramm

Bewertung

Fazit

92 %

Bild

96 %

Geschwindigkeit

68 %

Ausstattung

92 %

Preis / Leistung

95 %

Testbericht

Sehr gute Bildqualität und hohe Schärfe (20-Megapixel-Sensor)
Sehr gutes und hochwertiges Gehäuse - trotz viel Plastik
Viele Funktionen und Einstellmöglichkeiten - auch in der Einstiegsklasse
Schneller Autofokus sowohl bei Foto, als auch bei Video
Sehr gutes Preis / Leistungsverhältnis
Kleines Display-Diagonale und auch kein voll-schwenkbares Display
Bei Videoaufnahmen fehlen Einstellmöglichkeiten während des Filmens.

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