Testbericht

Canon EOS 1200D im Test

Günstige und solide Einsteigerkamera von Canon

Canon EOS 1200D im Test Foto: Canon
24.01.2015

Der Hersteller Canon präsentiert mit der Spiegelreflexkamera EOS 1200D erneut eine günstige DSLR inklusive Set-Objektiv. Der Käufer erwartet dennoch alle Vorteile, die einer DSLR nachgesagt werden und von einer sehr guten Bildqualität über eine gute Ergonomie bis hin zu einer uneingeschränkten Erweiterbarkeit reichen sollten. Der folgende Testbericht erläutert, ob die EOS 1200D von Canon diese Erwartungen erfüllen kann oder ob beim Einstiegsmodell in das EOS-System Einschränkungen in Kauf genommen werden müssen.

Die Ergonomie und Verarbeitung 

Hinsichtlich der Verarbeitung wurde das Gehäuse der Kamera unverkennbar aus Kunststoff gefertigt. Andere Hersteller versuchen oftmals, dies mit einer schönen Oberfläche oder einigen Applikationen zu kaschieren, Canon hingegen spart sich diese Bemühungen bei der EOS 1200D.

Ähnlich sieht es beim Set-Objektiv aus, bei welchem auch der Bajonettanschluss aus Kunststoff gefertigt wurde. Der Vorteil liegt lediglich darin, dass die Kamera sehr leicht ist. Inklusive des Set-Objektivs beträgt das Gewicht gerade einmal 670 Gramm.

Zudem ist die Kamera für eine DSLR ziemlich schlank geraten, doch sie liegt hervorragend in der Hand. Der Grund hierfür ist insbesondere der Handgriff, der weit nach vorn gezogen ist. Allerdings hätte Canon den Kunststoff am Griff und an der Daumenmulde gerne noch stärker riffeln dürfen. Allerdings geht aufgrund der Oberfläche, die nur schwach aufgeraut ist, bei einer feuchten Hand viel Grip verloren. Dennoch sind die Bedienelemente ergonomisch günstig angeordnet.

 

Der Bildsensor ist optimal, doch Zoom nur mäßig

Der Bildsensor der Canon EOS 1200D ist ideal. Im Gegensatz zum Vorgänger sind die Pixel deutlich verbessert. Im Kompakttest überzeugte die Kamera mit detailreichen Bildern und dies ohne ein spürbares Bildrauschen. Dies ist ein Vorteil des Sensors im APS-C-Format, der doch recht groß ist. Das mitgelieferte Zoom-Objektiv wurde von Canon im Gegensatz zur Kamera nicht überarbeitet.

Der Autofokus-Motor ist beim Fokussieren ziemlich laut. Doch Canon hat ebenso ein leises Zoom mit im Programm. Da die Kamera sehr schnell scharf stellt, stört das laute Zoom beim Fotografieren kaum. Das Bild ist bereits nach zwei Zehntelsekunden fokussiert und im Kasten. Dies ist wirklich ein Spitzenwert.

Bei schummrigen Licht bleibt die Canon EOS 1200D ebenso schnell, denn es dauert hierbei gerade einmal drei Hundertstel länger. Die Kamera stellt auch im Live-View-Modus schnell scharf, was bei vielen Spiegelreflexmodellen eine Schwäche ist. Hierfür muss der AF-Quick-Modus eingeschaltet werden, damit die Canon EOS 1200D zum Scharfstellen den Spiegel sehr kurz herunterstellt, fokussiert und zurück zum Live View schaltet.

 

Die Ausstattung der Canon EOS 1200D ist einfach

Canon hat bei der Ausstattung merklich gespart. Der Monitor zum Beispiel ist fest eingebaut. Zudem stellt die Kamera bei Serienbildern mit 3,1 Bildern in der Sekunde keine Rekorde auf. Bei manchen Situationen könnten dadurch wichtige Momente verpasst werden, beispielsweise bei Sportveranstaltungen.

Video-Filmer sollten eher ein hochwertigeres Gerät wählen, denn hierfür kann die Canon nur eingeschränkt empfohlen werden. Zwar sehen die Videos sehr gut aus, der Ton hingegen ist eher blechern. Zudem verfügt die Canon EOS 1200D beim Filmen über keine automatische Schärfe-Nachführung. Um ein scharfes Bild zu erhalten, muss der Auslöser ständig halb heruntergedrückt werden. Des Weiteren sorgt der Autofokus-Motor für Störgeräusche, die in den Videos hörbar sind.

 

Fazit

Die Canon EOS 1200D ist für Foto-Begeisterte eine tolle und gut geeignete Kamera, falls sich diese nicht lange mit den Einstellungen der Kamera beschäftigen möchten. Die Bildqualität überzeugt mit einer hohen Schärfe sowie einem geringen Rauschen, während die Ausstattung etwas dürftig ist, die nur das Nötigste bietet.

Hobby-Filmer stören sich am laut und langsam arbeitenden Autofokus. Daher gilt die Canon EOS 1200D im Test als eine solide Einsteiger-DSLR. Neulinge einer Spiegelreflex-Kamera allerdings verfügen mit der Canon 1200D über ein preisgünstiges Gerät.

Datenblatt

BILD
Sensor-Typ CMOS
Maximale Auflösung 5.184 x 3.456 Pixel
Sensor-Größe 22,3 x 14,9 mm
Sensor-Reinigung
Bildstabilisator im Body
BLITZ
Kürzeste Blitzsynchronisierung 1/200 s
Blitz
DISPLAY
Sucher Spiegelsucher
Zweit-Display
Sucher Auflösung (Subpixel)
Display Auflösung (Subpixel) 460.000
Display-Größe 3,0 Zoll
FEATURES
GPS
Live-View
Wasserwaage
Display schwenkbar
ISO
ISO maximal 12800
ISO minimal 100
OBJEKTIV
Objektiv-Fassung Canon EF/EF-S
SERIENBILD
Serienbild RAW 3,0 Bilder/s
Serienbild JPEG 3,0 Bilder/s
Serienbildfolge RAW 6 Bilder in Folge
Serienbildfolge JPEG unbeschränkt
TYP
Kamera-Typ DSLR
VERSCHLUSS
Maximale Verschlusszeit 30 s
Minimale Verschlusszeit 1/4.000 s
VIDEO
Video Full HD
Internes Mikrofon Mono
BILD
Effektive Pixel 17.9 Megapixel
FEATURES
Wlan
Schutz vor Staub und Spritzwasser
MASSE
Gewicht Body (Kamera ohne Objektiv) 480 Gramm

Bewertung

Bild

85 %

Geschwindigkeit

64 %

Ausstattung

64 %

Preis / Leistung

83 %

Fazit

76 %

Testbericht

Günstiges DSLR-Einsteigermodell
Geringes Bildrauschen
Guter Kontrast und scharfe Bilder
Wenige Extras und Funktionen
Kleiner Sucher
Schlechtes Mikrofon für Video-Aufnahmen

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