Testbericht

Nikon D5300 SLR-Digitalkamera im Test

Die Nikon D5300 überzeugt mit Ausstattung und einem 24,2 Megapixel Sensor

Nikon D5300 SLR-Digitalkamera im Test Foto: Canon
31.01.2015

Neuland bei Nikon: Der japanische Hersteller Nikon betritt mit seiner D5300 technisches Neuland im Bereich der Spiegelreflexkameras. Erstmals wurden sowohl GPS- als auch WLAN Modul direkt in einer solchen Kamera verbaut und muss nicht kompliziert und oft kostenaufwändig nachgerüstet werden.

Eine gute Figur mit voller Ausstattung

Die Nikon D5300 ist mit ihren 530g eine leichte Kamera im Segment der Spiegelreflexkameras. Je nach verwendetem Objektiv steigt entsprechend das Gesamtgewicht, wobei die Nikon D5300 sogar mit dem Allerweltszoom-Objektiv Nikon DX Zoom AFS gerade mal 920g auf die Waage bringt. Dieses flotte Gespann stört somit auch bei längeren Exkursionen nicht.

 

Display und Gehäuse

 Das Kunststoff-Gehäuse der Nikon D5300 ist sauber verarbeitet, jedoch besteht auch bei diesem Modell kein Spritzwasserschutz wie bei den 7000er Modellen von Nikon. Der Kameragriff der Nikon D5300 ist eher für schmale Hände gebaut, da dieser in der kameraüblichen Halteposition nur wenig Platz bietet kräftigere Hände unterzubringen. Der gummierte Griff liegt gut in der Hand und ermöglicht einen sicheren Halt. Das Rückteil der Nikon D5300 ist etwa 80 x 60 mm groß und sowohl dreh- als auch schwenkbar.

Das Display hat eine Bilddiagonale von 3,2 Zoll und eine Auflösung von 346 000 RGB Bildpunkten. Die Darstellung ist gestochen scharf und auch bei schwierigen Blickwinkeln kann kaum von einer Veränderung in Farbe und Helligkeit festgestellt werden. Die Helligkeit des Displays kann in beide Richtungen jeweils in fünf Stufen reguliert werden.

Die Bedienelemente in Form von Schaltern und Tasten sind typisch für Nikon sowohl an der Oberfläche der Kamera, als auch an der Kamerarückseite angebracht. Tasten, die in der Regel häufiger genutzt werden, sind in unmittelbarer Reichweite von Daumen und Zeigefinger platziert. Insgesamt ist die Kennzeichnung der Bedienelemente an der Nikon D5300 gewohnt gut, allerdings sind mache Symbole etwas klein geraten.

 

Guter Sensor mit ganzen 24 Megapixel

Zur Messung der Belichtung benutzt auch dieses Modell von Nikon den bereits bekannten RGB-Sensor mit 2016 Pixeln und nachgeschalteter Motiverkennung. Bis ISO 400 lässt sich Active D-Lighting nicht vollständig deaktivieren, was zu einer besseren Schatten- und Lichterzeichnung in unbearbeiteten Bildern führt.

Der recht große Sensor der Nikon D5300 sammelt viel Licht, wodurch man selbst bei hohen ISO-Zahlen, kaum störendes Rauschen in den Bildern sieht. Mit der ISO 100 - Standardeinstellung werden die Fotos scharf und detailreich und dank der hohen Auflösung von 24 Megapixel lassen sie sich auch genauso detailreich und großformatig ausdrucken. Poster im Format A3 sind ohne jeglichen Qualitätsverlust möglich.

Der Autofokus der Nikon D5300 arbeitet schnell. Im Test ist er insgesamt etwas langsamer als die schnellsten unter den Systemkameras, aber reicht vollkommen für Schnappschüsse. Im so genannten Live View oder aufnehmen von Filmen muss die Nikon D5300 jedoch über den Bildsensor fokussieren. Dieses dauert dann deutlich länger und ist somit auch zu langsam für Schnappschüsse.
 

Großzügige Ausstattung mit WLAN zur Fernsteuerung und GPS

Das eingebaute WLAN und GPS gehören zu den relevantesten Nicht-Standard-Ausstattungsmerkmalen. So lässt sich die Nikon D5300 über Android- oder Apple-App steuern. Schaltet man die GPS-Funktion ein, schreibt die Nikon D5300 den Aufnahmeort in die Bilddateien. Allerdings fressen WLAN und GPS-Empfänger immer ein bisschen Strom. Das reduziert die Akkulaufzeit der Kamera.

Fazit

Die Nikon D5300 bietet ein ausgewogenes und gut durchdachtes Paket aus guter Ausstattung und hoher Bildqualität. Der Autofokus geht flott zur Sache und liefert eine optimale Bildqualität. Zu der Oberklasse der Spiegelreflexkameras gehört sicherlich ein hochwertigeres Gehäuse. Aber angesichts des sehr fairen Preises, der guten Ausstattung und der gehobenen Bildqualität fällt das Urteil durchweg positiv aus.

Datenblatt

BILD
Sensor-Typ CMOS
Maximale Auflösung 6.000 x 4.000 Pixel
Sensor-Größe 23,5 x 15,6 mm
Effektive Pixel 24,0 Megapixel
Sensor-Reinigung
Bildstabilisator im Body
BLITZ
Kürzeste Blitzsynchronisierung 1/200 s
Blitz
DISPLAY
Sucher Prismensucher
Zweit-Display
Sucher Auflösung (Subpixel)
Display Auflösung (Subpixel) 1.036.800
Display-Größe 3,2 Zoll
FEATURES
GPS
Wlan
Schutz vor Staub und Spritzwasser
Live-View
Wasserwaage
Display schwenkbar zwei Achsen
ISO
ISO maximal 25600
ISO minimal 100
MASSE
Gewicht Body (Kamera ohne Objektiv) 530 Gramm
OBJEKTIV
Objektiv-Fassung Nikon F
SERIENBILD
Serienbild RAW 4,9 Bilder/s
Serienbild JPEG 4,9 Bilder/s
Serienbildfolge RAW 13 Bilder in Folge
Serienbildfolge JPEG 100 Bilder in Folge
TYP
Kamera-Typ DSLR
VERSCHLUSS
Maximale Verschlusszeit 30 s
Minimale Verschlusszeit 1/4.000 s
VIDEO
Video Full HD
Internes Mikrofon Stereo

Bewertung

Bild

87 %

Geschwindigkeit

77 %

Ausstattung

82 %

Preis / Leistung

65 %

Fazit

83 %

Testbericht

Perfekte Bildqualität
Sehr hohe Auflösung mit 24 Megapixel
Sehr scharf und extrem detailreiche Bilder
Gute Ausstattung und Funktionen sowohl für Profi- als auch Hobbyfotografen
WLAN und GPS mit an Bord
Guter Autofokus (AF) mit 39 Punkten
Sehr gutes Klapp-Display mit 3,2 Zoll und 1.036.800 Pixel
Langsamer Autofokus

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