Testbericht

Nikon D3300 im Test

Gute Kamera zum kleinen Preis - perfekte Nikon-Einsteigerkamera mit viel Leistung.

Nikon D3300 im Test Foto: Nikon
27.01.2015

Der Hersteller Nikon bringt mit dem Modell D3300 eine neue Einsteigerklasse auf den Markt. Die Spiegelreflexkamera soll einen Beweis darstellen, dass solche Modelle nicht immer klobig und schwer auftreten müssen. Man könnte annehmen, dass die Nikon D3300 mit den kleinen Systemkameras, die ohne Spiegel auskommen müssen in einem Konkurrenzkampf stehen möchte. Sehen wir uns das Modell doch einmal genauer ein.

Starker Auftritt - edles Design

Ein Highlight der Spiegelreflexkamera ist das kleine und überaus leichte Gehäuse. Insgesamt bringt die Nikon D3300 nur 460 Gramm auf die Waage. Bei diesem Gewicht sind die Speicherkarte und auch der Akku schon inbegriffen. Von daher kann die Nikon D3300 schon einmal einen guten Überzeugungswert abliefern. Im Vergleich zu der Einsteigerkamera EOS 1100D ist die Nikon D3300 ganze 35 Gramm leichter. Einen Unterschied von 190 Gramm gibt es sogar zur Pentax K500. Woran der Hersteller bei der Nikon D3300 in keinem Fall gespart hat, ist der 24 Megapixel Bildsensor, der so rein gar nichts mit einer Einsteigerkamera zu tun hat. 
 

Was kann die Nikon D3300?

Die Kantenschärfe ist enorm hoch. Der Sensor liefert mit 1886 von max. 2000 Linienpaaren in der Bildhöhe erstaunliche Werte. Diese Eigenschaften sprechen für alles, nur nicht für ein Einsteigermodell. Was allerdings auf ein Einsteigermodell hin deutet, ist der fehlende Tiefpassfilter. Normal findet man den Filter mehr in den mittleren oder hohen Preisklassen. Trotzdem kann es die Nikon D3300 mit hochwertigen Kameras aufnehmen. 

Beim Rauschverhalten konnten ebenso überdurchschnittliche Ergebnisse geliefert werden. Die Werte sind nahezu mit der D5300 vergleichbar. Ab ISO 1600 werden Rauschpixel zwar bereits erkannt, was jedoch noch nicht keine störende Wirkung auf die Bildqualität aufwirft. Erst ab einem Wert von ISO 3200 wird das Bildrauschen langsam störend. Man muss zur Verteidigung erklären, dass die Störungen erst bei einer 100 % Ansicht auf einem Bildschirm zu erkennen sind. 

Was auch noch positiv auffällt, ist die Detailtreue, die in den Bildern zu erkennen ist. Auch die Weichzeichnungen liegen bei einem akzeptablen Wert. Druckt man die Bilder auf Papier, kann der Boost Modus Hi1 allerdings nur weniger ansehnliche Ergebnisse präsentieren. 

Weitere Features im Detail 

Der Bildsensor ist im DX Format und verfügt über eine Aufnahmefläche, welche ein typisches Einsteigermodell verifizieren. Die Maße belaufen sich auf 23,5 x 15,6 mm. Somit ist die Detailvielfalt um ein Vielfaches ausgeprägter als bei den einfachen Kompaktkameras. Durch den nicht integrierten Tiefpassfilter wird zwar der Moiré Effekt verhindert, sorgt aber schnell dafür, dass die Bilder eine unscharfe Qualität aufweisen. Was sich jedoch wieder positiv auswirkt, ist die Empfindlichkeit von ISO 25.600, die man individuell einstellen kann. Somit ist es möglich, mit der Nikon D3300 auch in dunklen Räumen ganz ohne Blitz oder Stativ zu arbeiten. 

Auffällig war zudem, dass ein Phasendetektions-Autofokus-System mit elf Messfeldern integriert wurde. Dies ist zwar kein neues Feature von Nikon, dennoch ist es beachtenswert, dass dies in der Nikon D3300 integriert wurde. Wer mit der Nikon D3300 ein Video erstellen möchte, kommt in den Genuss, auf den Sensor Kontrast AF zu treffen. Gleiches gilt übrigens aus für den Live View Modus. Kommen auf dem Motiv sehr viele Kontraste zusammen, kann die Active D Lightning Funktion hilfreiche Dienste leisten. 

Die Nikon D3300 nimmt Filme in Full HD Qualität auf, was einen Wert von 60 Bildern pro Sekunde ausmacht. Das Bild sowie die Videos können über das drei Zoll große Display kontrolliert und angesehen werden. Das Display verfügt über 307.00 Pixel in RGB. In der Nikon D3300 ist zwar ein hochwertiges Mikro integriert, man kann jedoch separat noch ein weiteres externes Mikro anschließen. 

Fazit - Gute Kamera für das Geld

Die Nikon D3300 verfügt über eine altbekannte Technik und wenig Neuerungen. Es sind im Vergleich zu den Vorgängermodellen aber durchaus Verbesserungen erkennbar. Für Einsteiger eignet sich die Nikon D3300 auf jeden Fall sehr gut. Der Wechsel von einer Kompaktkamera auf eine Spiegelreflexkamera ist aufgrund der leichten Bauweise der Nikon D3300 kaum merklich. Auch preislich kann man das Modell durchaus für Einsteiger empfehlen.

Datenblatt

BILD
Sensor-Typ CMOS
Maximale Auflösung 6.000 x 4.000 Pixel
Sensor-Größe 23,5 x 15,6 mm
Effektive Pixel 24,0 Megapixel
Sensor-Reinigung
Bildstabilisator im Body
BLITZ
Kürzeste Blitzsynchronisierung 1/200 s
Blitz
DISPLAY
Sucher Spiegelsucher
Zweit-Display
Sucher Auflösung (Subpixel)
Display Auflösung (Subpixel) 921.000
Display-Größe 3,0 Zoll
FEATURES
GPS
Live-View
Wasserwaage
Display schwenkbar
ISO
ISO maximal 25600
ISO minimal 100
OBJEKTIV
Objektiv-Fassung Nikon F
SERIENBILD
Serienbild RAW 4,9 Bilder/s
Serienbild JPEG 5,0 Bilder/s
Serienbildfolge RAW 9 Bilder in Folge
Serienbildfolge JPEG 100 Bilder in Folge
TYP
Kamera-Typ DSLR
VERSCHLUSS
Maximale Verschlusszeit 30 s
Minimale Verschlusszeit 1/4.000 s
VIDEO
Video Full HD
Internes Mikrofon Stereo
FEATURES
Wlan
Schutz vor Staub und Spritzwasser
MASSE
Gewicht Body (Kamera ohne Objektiv) 460 Gramm

Bewertung

Bild

86 %

Geschwindigkeit

80 %

Ausstattung

65 %

Preis / Leistung

71 %

Fazit

79 %

Testbericht

Hohe Auflösung mit 24 Megapixel
Geringes Bildrauschen und hohe ISO-Werte
Gutes Preis- / Leistungsverhältnis
Gute und solide Verarbeitung
Einfache Bedienung - auch für DSLR-Anfänger gut geeignet
Guter Akku mit langer Ausdauer (ca. 1.000 Fotos mit einer Akkuladung)
Langsamer Autofokus
Bildschirm kann nicht geklappt werden

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